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Inkorporation (Recht)

Inkorporation steht im völkerrechtlichen Sinn für die Eingliederung eines souveränen Staates in einen anderen. Die Inkorporation ist heute insbesondere terminologisch von der unwirksamen Annexion zu unterscheiden, denn der Inkorporationstatbestan ...

                                               

Inspektionsprinzip

Das Inspektionsprinzip ist seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das beherrschende Organisationsprinzip im deutschen Bergbau. Durch Einführung des Inspektionsprinzips wurde das bis dahin herrschende Direktionsprinzip als Organisationsprinz ...

                                               

Interministerieller AusschuS für Ost-West-Filmfragen

Der Interministerielle Ausschuß für Ost-West-Filmfragen, ursprünglich Interministerieller Filmprüfungsausschuß, war ein interministerieller Ausschuss, der in der Bundesrepublik Deutschland von 1953 bis 1966/67 für die Zensur von ausländischen Fil ...

                                               

Rechtsgeschichte Italiens

Neben dem römischen Recht existierten auch zahlreiche Stadtrechte Statuten und ungeschrieben Rechtsregeln consuetudines, die auf den Geschäftsverkehr der oberitalienischen Städte besser zugeschnitten waren als das römische Recht. Das römische Rec ...

                                               

Ius regale montanorum

Das Ius regale Montanorum ist ein mittelalterliches Gesetz über den Silberbergbau in Böhmen von der Wende des 13. zum 14. Jahrhundert und eine der ältesten Quellen zum Bergrecht in Europa. Es ist in verschiedenen Handschriften, jedoch keiner aus ...

                                               

Geschichte des japanischen Rechts

Die Geschichte des japanischen Rechts kennt schon frühe Rechtskodifikationen. Bereits im 7. Jahrhundert wurde das auf dem Konfuzianismus und des Legalismus beruhende Ritsuryō kodifiziert. Seit 1870 orientierte sich Japan zunehmend an westlichen R ...

                                               

Justitia

Justitia ist die Göttin der Gerechtigkeit. Während sie in der alten römischen Mythologie für die ausgleichende Gerechtigkeit steht und damit in Darstellung und Wesen eng mit der Aequitas verwandt ist, wird sie seit der augusteischen Zeit im Rahme ...

                                               

Kaduzität

Die Kaduzität, kann Hinfälligkeit; dann etwas Verfallenes, ein wüst liegendes Grundstück, von dem die darauf haftenden Steuern nicht entrichtet werden, bezeichnen. Kaduzitäten, "Bona caduca" = niederfällige Güter, sind Vermögenskomplexe, die mang ...

                                               

Kandelaber-Linde von Dorla

Die Kandelaber-Linde von Dorla, einem Stadtteil von Gudensberg im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis, ist ein Naturdenkmal. Sie steht am Rand des Friedhofs an der Alten Frankfurter Straße. Sie war, vor ihrer massiven Stutzung im Juli 2015, wegen i ...

                                               

Kanun (Gewohnheitsrecht)

Im Süden des Landes bestand ein nur in Details verschiedener Kanun i Papazhulit, auch Kanun i Laberise, der auf die unterschiedlichen sozialen, religiösen und gesellschaftlichen Umstände Rücksicht nimmt. Im weniger abgeschiedenen Südalbanien ware ...

                                               

Kanzlei

Der Begriff Kanzlei bezeichnet heute häufig das Büro eines Rechtsanwalts, Patentanwalts oder Notars. Branchenüblich wird die Bezeichnung Kanzlei auch von Steuerberatern verwendet. Mittlerweile wird diese Bezeichnung gelegentlich auch von Versiche ...

                                               

Kapitularien

Der Ausdruck Kapitularien oder Kapitularium), lateinisch Capitularia, bezeichnet in der Rechtsgeschichte hoheitliche Anordnungen im Sinne von Gesetzen vor allem in der Zeit der Karolinger, insbesondere unter Karl dem Großen.

                                               

Kassengewölbe

Das Kassengewölbe auf dem Jacobsfriedhof Weimar war ein 1715 als privates Erbbegräbnis errichtetes Mausoleum, in dem im Jahr 1805 Friedrich Schiller beigesetzt wurde. Es wurde 1854 bei der Einebnung großer Teile des Friedhofs abgerissen. Heute st ...

                                               

Kirchenasyl

Kirchenasyl bedeutet heute die vorübergehende Aufnahme von Flüchtlingen durch eine Pfarrei oder Kirchengemeinde zur Abwendung einer von den Gemeindemitgliedern als für die Schutzsuchenden an Leib und Leben bedrohlich angesehenen Abschiebung. Es b ...

                                               

Klassenwahlrecht

Beim Klassen- oder Kurienwahlrecht sind die Wahlberechtigten in Gruppen eingeteilt. Die Zugehörigkeit kann sich nach Stand, Wohnort, Bildung, dem Aufkommen an Rechten und Pflichten gegenüber dem Staat oder anderem richten.

                                               

Klient

Ein Klient ist der Auftraggeber oder Leistungsempfänger bestimmter Beratungsberufe, etwa von Notaren, Rechtsanwälten, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern oder Sozialpädagogen. Den Begriff verwenden Therapeuten und Angehörige von Pflegeberufen gele ...

                                               

Kodifikation

Eine Kodifikation ist die systematische Zusammenfassung der Rechtssätze eines Rechtsgebiets in einem einheitlichen Gesetzeswerk. In diesem soll, grundsätzlich unter Ausschluss weiterer Rechtsquellen, das jeweilige Rechtsgebiet abschließend gerege ...

                                               

Kognitionsverfahren

Das Kognitionsverfahren war das in der römischen Kaiserzeit entwickelte zivilprozessuale Gerichtsverfahren.

                                               

Kollektivschuld

Kollektivschuld bedeutet, dass die Schuld für eine Tat nicht dem einzelnen Täter angelastet wird, sondern einem Kollektiv, allen Angehörigen seiner Gruppe, z. B. seiner Familie, seines Volkes oder seiner Organisation. Das beinhaltet folglich auch ...

                                               

Kolonialrecht

Als Kolonialrecht bezeichnete man im Allgemeinen die Rechtsnormen, die Rechtsverhältnisse der Kolonien regelten. Im Einzelnen ist jedoch folgende Unterscheidung zu machen:

                                               

Kommissar für Justiz, Freiheit und Sicherheit

Der Kommissar für Justiz, Freiheit und Sicherheit war ein Ressort in der Europäischen Kommission. Es existierte seit Amtsantritt der Kommission Santer 1995, nachdem die Europäische Union durch den Vertrag von Maastricht Kompetenzen im Bereich Inn ...

                                               

Kondominialakt

Unter einem Kondominialakt versteht man eine Handlung, bei der mehrere zur Herrschaftsausübung Befugte zusammenwirken. Die gemeinschaftlich ausgeübte Herrschaft über ein Gebiet heißt Kondominium.

                                               

Konkumbenz

Konkumbenz – im Sinne von: "sich zu jemandem legen", "mit jemandem schlafen", im weiteren Sinne: "Beischlaf") ist eine veraltete Bezeichnung für den ehelichen oder unehelichen Beischlaf eines Mannes bei einer Frau. In der rechtswissenschaftlichen ...

                                               

Kreil-Entscheidung

Mit der Kreil-Entscheidung schuf der Europäische Gerichtshof am 11. Januar 2000 die rechtliche Voraussetzung dafür, dass in der Bundesrepublik Deutschland auch Frauen für den aktiven Militärdienst bei der Bundeswehr eingestellt wurden und werden. ...

                                               

Kronfideikommiss

Kronfideikommiss ist in Monarchien das unveräußerliche Vermögen, das zum Unterhalt des fürstlichen Hauses bestimmt ist. Das Kronfideikommissgut bildet einen Teil der Krondotation.

                                               

Kronsyndikus

Der Kronsyndikus war ein Ratgeber der Krone bzw. des Königs. "Kronsyndikus" auch "Kronsyndicus", Plural "Kronsyndici" war der Titel eines angesehenen Rechtsgelehrten, der vom König berufen war, Rechtsangelegenheiten des "Königlichen Hauses", d. h ...

                                               

Krönung

Die Krönung ist eine feierliche Zeremonie, durch die zu krönende Person ihre Macht als Regent erhält. Zeichen dieser Macht ist üblicherweise die Krone oder ein Diadem. Durch eine Krönung werden oder wurden in der Regel Könige und Kaiser bzw. Köni ...

                                               

Krönungsordo

Der Krönungsordo ist die Gottesdienstordnung für den geistlichen Teil der Königserhebung. Er enthält in der Regel die Elemente: Einkleidung mit den Insignien, Salbung, Krönung, Thronsetzung und Laudes. Er enthält dabei wörtlich die Ansprachen, di ...

                                               

Landbotenmarschall

Der Landbotenmarschall war von 1561 bis 1795 im Herzogtum Kurland und Semgallen und nach 1795 in den Ostseegouvernements Estland, Kurland und Livland des russischen Kaiserreichs, der Vertreter und Sprecher der versammelten Landesboten.

                                               

Landschöffe

Als Landschöffe oder Landesschöffe wurde der Beisitzer an einem Landesgericht bezeichnet. Das Landesgericht war, im Unterschied zum Stadtgericht, das für eine Grafschaft zuständige Hochgericht und sprach Landesrecht. Der Begriff wurde auch allgem ...

                                               

Liste von Justizirrtümern in der deutschen Rechtsprechung

Diese Liste beinhaltet zeitlich geordnet bekannte Fälle von Justizirrtümern in der deutschen Rechtsprechung. Zusätzlich werden kontroverse Fälle aufgeführt, in denen ein Fehlurteil nicht offiziell bestätigt wurde, an der Richtigkeit des Urteils j ...

                                               

Litauisches Recht

Unter Litauischem Recht versteht man das in dem ehemaligen Großfürstentum Litauen geltende Recht, welches sich auf dem privatrechtlichen Gebiet in den litauischen, weiß- und kleinrussischen Gouvernements bis 1842 hielt, um dann durch das russisch ...

                                               

Literarischer Sachverständigen-Verein

Literarische Sachverständigen-Vereine waren Institutionen zur Begutachtung von Urheberrechtsverletzungen. Der erste Sachverständigen-Verein wurde in Preußen 1837 gegründet. Er hatte Gutachteraufgaben im Bereich der Buchproduktion. Er wurde von Ge ...

                                               

Lokalpatriotismus

Lokalpatriotismus bezeichnet im Gegensatz zum Nationalismus und Patriotismus die Zuneigung zur eigenen Stadt oder der eigenen Region. Insbesondere bei der Entstehung der Germanistik wie in der deutschen Rechtslehre wurde damit über einen Vorrang ...

                                               

Mahmoud Asgari und Ayaz Marhoni

Mahmoud Asgari und Ayaz Marhoni waren zwei Jugendliche, die im Iran zum Tod verurteilt und am 19. Juli 2005 in Maschhad öffentlich gehängt wurden. Der Fall sorgte in der westlichen Welt für Proteste, da beide zum Zeitpunkt der ihnen zur Last gele ...

                                               

Malbergische Glossen

Malbergische Glossen sind volkssprachige Einschübe im lateinischen Textumfeld in den ältesten Fassungen der Lex Salica, des fränkischen Stammesrechts. Der Name ist neuzeitlich und wurde von den Einleitungen dieser Einschübe entlehnt, die durch ei ...

                                               

Mandat (Diplomatik)

In einem Mandat als Form mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Urkunden erteilt der Aussteller Aufträge oder Befehle. Nach der Erledigung des Auftrags war das Mandat automatisch erloschen; das betreffende Schriftstück wurde üblicherweise vernic ...

                                               

Manngericht

Das Manngericht war eine im Mittelalter vom Landesherren bzw. Lehnsherren einberufene Institution der Rechtsprechung, eine Versammlung der Lehnsmannen zur Urteilsfindung in Lehnssachen. Im Baltikum des 18. und 19. Jahrhunderts war das Manngericht ...

                                               

Mannlehen

Als Mannlehen wurde im alten Recht des Heiligen Römischen Reiches unter dem Feudalismus seit dem Hochmittelalter im 12. Jahrhundert das patrilinear vererbte Lehen gegen Heerfolge bezeichnet.

                                               

Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte

Das Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main ist eines von derzeit 83 Instituten der Max-Planck-Gesellschaft. Seit seiner Gründung im Jahr 1964 erforschen hier Wissenschaftler die Grundlagen zur Geschichte des Rec ...

                                               

Meilenrecht

Das Meilenrecht ist ein Privileg einer Stadt, das besagt, dass niemand ohne die Genehmigung der Stadt in einem Umkreis von einer oder mehrerer Meilen Wegs um die Stadt ein bestimmtes Gewerbe, Gastronomie oder Handwerk betreiben darf. Zumeist bezo ...

                                               

Messeprivileg

Ein Messeprivileg beschreibt in der Wirtschaftsgeschichte das Vorrecht einer Personengruppe, einer Person oder einer Stadt auf Ausrichtung einer Messe oder eines messespezifischen Anliegens. Messeprivilegien legen im Allgemeinen den Standort eine ...

                                               

Namus

Namus ist in vielen orientalischen Gesellschaften neben Achtung, Respekt, Ehre und Würde ein zentraler Wert. Im weiteren Sinn bezeichnet Namus die Familienehre und ist für die innerfamiliären Autoritätsbeziehungen von großer Bedeutung. Im engeren ...

                                               

Rechtsgeschichte der Niederlande

Eine einheitliche Rechtsgeschichte der Niederlande ist ab etwa dem 18. Jahrhundert nachvollziehbar, als die zuvor bestehenden vielfältigen Rechtsordnungen zunehmend vereinheitlicht wurden.

                                               

Päpstliche Kanzlei

Die Päpstliche Kanzlei war eines der ältesten Ämter der Römischen Kurie; ihre Gründung geht bis auf das 4. Jahrhundert zurück. Sie war anfänglich für die Ausfertigung, Beglaubigung, Versiegelung und Archivierung von Apostolischen Schreiben und pä ...

                                               

Paragium

Das Paragium ist eine Abfindung für nachgeborene Söhne regierender oder standesherrlicher Häuser und deren Nachkommen. Die Abfindung umfasst "Land und Leute", also Grundbesitz und untergeordnete Hoheitsrechte, jedoch keine volle Landeshoheit. Die ...

                                               

Paragraphenzeichen

Das Paragraphenzeichen oder Paragrafenzeichen wird in Gesetzestexten einer Zahl vorangestellt und zeigt somit den Beginn eines neuen Paragraphen an, der durch die Zahl bezeichnet wird, zum Beispiel § 433 BGB. Ausgesprochen wird es als "Paragraph ...

                                               

Partikularrecht

Als Partikularrecht oder partielles Recht werden Rechtsnormen bezeichnet, die nur für einen Teil eines Gebietes gelten, in dem eine Rechtsordnung oder zumindest die Kompetenz zur Schaffung einer solchen besteht. Partikularrecht kommt zumeist durc ...

                                               

Pein

Pein bezeichnet in der heutigen Sprache gehoben "heftiges körperliches, seelisches Unbehagen; etwas, was jemanden quält". Ableitungen davon sind Peinigung, peinigen, peinlich und Peinlichkeit, aber auch bildungssprachlich penibel und umgangssprac ...

                                               

Personalunion

Unter Personalunion versteht man die Ausübung verschiedener nicht miteinander verbundener Ämter oder Funktionen durch dieselbe Person, nicht jedoch das von dieser Person etwaig beherrschte Gesamtgebiet. Eine Personalunion entsteht aus in der Pers ...

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