ⓘ Enzyklopädie. Schon gewusst? Seite 166



                                               

Human Speechome Project

Das Human Speechome Project ist ein unter der Führung von Deb Roy im Media Lab am MIT laufendes Forschungsprojekt, um den Spracherwerb von Kindern in den ersten drei Lebensjahren zu beobachten. Hierzu hat Ben Roy seinen Sohn über Jahre beobachtet ...

                                               

Ideophon

Ideophone bilden in vielen Sprachen eine Klasse von Wörtern, die phonologische und morphologische Besonderheiten aufweisen und auf lautmalerische Art auf ihre Bedeutung verweisen, zum Beispiel Ewe lilili, "angenehmer Geruch". Eine oft angeführte ...

                                               

Inferenz (Linguistik)

Eine Inferenz ist eine komplexe Aufgabe. Damit werden semantisch verkettete Sprachterme vielfältig in Beziehungen gesetzt, die automatisch wieder verwendet werden können. In der propositionalen Inferenz werden bekannte natürlichsprachliche Ausdrü ...

                                               

Infix (Linguistik)

Als Infix wird in der Linguistik ein Affix bezeichnet, das nicht in der gewöhnlichen Weise an seine Basis bzw. seinen Wortstamm angehängt wird, sondern stattdessen ins Innere des Stamms eingefügt wird. Definierend für Infixe ist insofern also, da ...

                                               

Informationsstruktur

Die Informationsstruktur bestimmt in der Linguistik, wie der Sprecher Informationen innerhalb eines Satzes anordnet, sodass der Zuhörer den Satz in dem gegebenen Kontext möglichst gut versteht. Dabei spielen viele linguistische Disziplinen, wie P ...

                                               

Inhaltbezogene Grammatik

Inhaltbezogene Grammatik ist eine von Leo Weisgerber entwickelte Richtung der Sprachwissenschaft. Sie gründet sich auf die Sprachphilosophie Wilhelm von Humboldts. Sie hatte wesentlichen Einfluss auf die deutsche Sprachwissenschaft des 20. Jahrhu ...

                                               

Interkomprehension

Interkomprehension bezeichnet die Fähigkeit, eine fremde Sprache aufgrund von Kenntnissen einer anderen zu verstehen. Gleiches gilt für unterschiedliche Dialekte. Interkomprehension findet natürlicherweise statt, wenn Menschen unterschiedlicher S ...

                                               

Interlinearglossierung

Die Interlineare Morphemglossierung, kurz Interlinearglossierung, ist eine Methode der Sprachwissenschaft, bei der eine zumeist fremdsprachliche Äußerung Wort für Wort analysierend glossiert wird. Die analysierenden Glossen werden dabei in einer ...

                                               

Interlinguistik

Die Interlinguistik ist eine Teildisziplin der Sprachwissenschaft und beschäftigt sich mit Aspekten der Kommunikation zwischen Sprechern unterschiedlicher Sprachen, Möglichkeiten ihrer Verbesserung und mit internationalen Plansprachen. Ein Interl ...

                                               

International Association of Multilingualism

Die International Association of Multilingualism ist ein Netzwerk von und für Wissenschaftlern, die im gesamten Spektrum der Linguistik forschen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Beschäftigung mit Mehrsprachigkeit. Die IAM bemüht sich um ste ...

                                               

Interversion (Linguistik)

Interversion ist die anscheinend willkürliche Vertauschung der Reihenfolge von Lauten bei Übernahme eines Lehnwortes aus einer anderen Sprache. Der deutsche Begriff Konsonantenumstellung ist auf Konsonanten beschränkt, während die Interversion al ...

                                               

ISO 233

ISO 233 ist eine Internationale Norm für die wissenschaftliche Transliteration der arabischen in die lateinische Schrift. Der zweite Teil der Norm beschreibt eine vereinfachte Form für die Umschrift der arabischen Sprache; der dritte Teil eine so ...

                                               

Isotopie (Sprachwissenschaft)

Als Isotopie bezeichnet man einen Versuch, Verbindungen zwischen den Sätzen eines Textes unter semantischen Gesichtspunkten, das heißt nach der Bedeutung, anzugehen. Daher ist die Isotopieuntersuchung eine Zwischenstufe zwischen einer kohärenzori ...

                                               

Kartographie (Linguistik)

Kartographie heißt in der Linguistik, dass die Adverbialphrasen, also Wörter wie "wahrscheinlich", "regelmäßig", oder "leider", im Satz in einer festen Anordnung auftauchen müssen, und nicht in einer beliebigen Reihenfolge. Dies ist dadurch gegeb ...

                                               

Kartographie (Syntax)

Unter dem Begriff Kartographie versteht man in der Sprachwissenschaft eine Forschungsrichtigung im Bereich der Syntax. Grundgedanke der Kartographie ist, dass syntaktische Strukturen nach gewissen festgegebenen Mustern aufgebaut sind, die möglich ...

                                               

Keel ja Kirjandus

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte sich das estnische Kulturleben soweit etabliert, dass die Zeit reif war für die Gründung einer Kulturzeitschrift. Im Jahre 1906 begründete Jaan Jõgever die Zeitschrift Eesti Kirjandus ‚Estnische Literatur, die ...

                                               

Klangprobe (Linguistik)

In der Linguistik werden Klangproben eingesetzt, um Interpretationsmöglichkeiten von geschriebenen Sätzen oder Texten zu überprüfen. Man liest dazu einen schriftlichen Text mit unterschiedlichen Betonungen, von denen jede zu einer eigenen Interpr ...

                                               

Kognitive Linguistik

Die Kognitive Linguistik ist ein Teilbereich der Kognitionswissenschaft, der sich mit kognitiven Aspekten des Sprachverständnisses, der Sprachproduktion und des Spracherwerbs beschäftigt. Zu den Forschungsschwerpunkten der Kognitiven Linguistik z ...

                                               

Kolloquialismus

Als Kolloquialismus bezeichnet man in der Sprachwissenschaft einen umgangssprachlichen Ausdruck. So wird in der literarischen Analyse ein Begriff als Kolloquialismus bezeichnet, der in einem geschriebenen Text verwendet wird, obwohl er eigentlich ...

                                               

Königliche Akademie der Baskischen Sprache

Real Academia de la lengua Vasca-Euskaltzaindia ist der offizielle Name dieser 1918 gegründeten Kultureinrichtung, die gleichermaßen wie die Sociedad de Estudios Vascos von den vier baskisch-navarrischen Abgeordneten/Räten gefördert wird, um den ...

                                               

Konkretum

Als Konkretum bezeichnet man ein Substantiv und somit ein Nomen, das etwas Gegenständliches bezeichnet, das heißt hier etwas konkret sinnlich Erfahrbares. Der Gegenbegriff ist Abstraktum. Als Arten Unterbegriffe der Konkreta werden genannt: Stoff ...

                                               

Kontext (Sprachwissenschaft)

Kontext bezeichnet in der Sprachwissenschaft, insbesondere in der Kommunikationstheorie, alle Elemente einer Kommunikationssituation, die das Verständnis einer Äußerung bestimmen. Oder mit anderen Worten: den "Zusammenhang der Verwendung eines Wo ...

                                               

Kontextform

Der Begriff Kontextform ist ein Terminus aus der Sprachwissenschaft und bezeichnet Veränderungen eines Wortes innerhalb einer Phrase, also ohne dass eine Sprechpause folgt. Folgende Änderungen können auftreten, oft in Kombination miteinander: Bet ...

                                               

Kraftdynamik (Semantik)

Die Kraft-Dynamik, englisch force-dynamics oder Kraft-Dynamik-Modell in der Sprache ist Bestandteil eines übergeordneten Konzepts zur Raum- und Prozess-Semantik. Das Konzept wurde maßgeblich durch den US-amerikanischen Linguisten Leonard Talmy An ...

                                               

Langage

Langage bezeichnet bei Ferdinand de Saussure einerseits die menschliche Rede als allgemeinen, vortheoretischen Oberbegriff zu langue und parole ; andererseits und zur Unterscheidung häufiger in der Form faculté de langage die Sprachfähigkeit des ...

                                               

Langobardentheorie des Zimbrischen

Die Langobardentheorie des Zimbrischen führt die Herkunft der zimbrischen Sprache und Bevölkerung auf langobardische Ursprünge zurück. Die umstrittene Theorie wird nur von einer Minderheit der Zimbern-Forscher und Heimatforscher vertreten; die ak ...

                                               

Lateinische Linguistik

Der Ausdruck lateinische Linguistik bezeichnet die sprachwissenschaftliche Erforschung der lateinischen Sprache. Dabei bezeichnet das Wort "Linguistik" im Unterschied zu dem neutralen Begriff "Sprachwissenschaft" die sprachliche Analyse mit moder ...

                                               

Lautlehre

Lautlehre ist ein historischer sprachwissenschaftlicher Begriff, der heute teilweise mit Phonematik gleichgesetzt wird. Je nach der Natur der betrachteten Lauteinheiten unterscheidet N.S. Trubetzkoy in seinem Werk zwei Teilgebiete: Die Phonologie ...

                                               

Lautsprache

Unter Lautsprache versteht man in der Sprachwissenschaft generell eine mittels der Artikulationsorgane erzeugte Sprache. Der Lautsprache werden – unter verschiedenen Aspekten – andere Sprachsysteme gegenübergestellt: so die Gebärdensprache und an ...

                                               

Lexemvariation

Als Lexemvariation bezeichnet man in der Sprachwissenschaft die Ersetzung von Lexemen durch andere mit gleicher Referenz. Die Lexemvariation ist ein wesentliches Kriterium der Textlinguistik für die Einheit eines Textes. Mit ihrer Hilfe wird der ...

                                               

Lexikologie

Die Lexikologie ist innerhalb der Linguistik die Theorie vom Lexikon im Sinne von Wortschatz. Sie wird definiert als "Wissenschaft vom Bestand bzw. dem System der Wörter und ihren Bedeutungen". Es geht um die interne Bedeutungsstruktur sprachlich ...

                                               

Lexikon der Romanistischen Linguistik

Das Lexikon der Romanistischen Linguistik in 12 Bänden ist ein Nachschlagewerk für romanische Groß- und Kleinsprachen, das sprachsystematische wie auch soziolinguistische Gesichtspunkte abdeckt.

                                               

Linguistische Nachricht

Linguistische Nachrichten sind schriftliche Aussagen, die in einer Beziehung zu ikonischen Nachrichten auf der Basis von Zeichen stehen. Sie gehören zur Wissenschaft der Semiotik, die sich mit Zeichensystemen aller Art befasst, wie Gestiken oder ...

                                               

Linguistische Sprachberatung

Unter Sprachberatung wird in der Sprachwissenschaft allgemein jede wertende Äußerung über Sprache verstanden, die auf Anfrage erfolgt. Im Gegensatz zur Sprachpflege, die traditionell eher von Laien betrieben wird – als Ausnahme erscheint die "Spr ...

                                               

Linguistische Variable

Eine linguistische Variable ist in der Soziolinguistik und in der Dialektologie eine Einheit mit zwei oder mehr Varianten, die von Sprechern abhängig von Alter, Geschlecht, sozioökonomischem Status oder Situation verwendet werden. So variiert z. ...

                                               

Linguistische Versprecher-Theorien

Versprecher, also unwillkürliche sprachliche Fehler, die beim Sprechen unterlaufen und nicht auf organische oder sonstige gesundheitliche Ursachen zurückgeführt werden können, sind seit dem Jahr 1895, in dem die Untersuchung Versprechen und Verle ...

                                               

Linguistische Wende

Die linguistische Wende – auch sprachkritische Wende, sprachanalytische Wende oder Wende zur Sprache genannt – bezeichnet Bemühungen insbesondere seit Anfang des 20. Jahrhunderts in der Philosophie, Literaturwissenschaft und Linguistik, sprachlic ...

                                               

Literaturlinguistik

Unter Literaturlinguistik wird in der neueren Germanistik eine Verbindung von sprachwissenschaftlichen und literaturwissenschaftlichen Gegenständen, Fragestellungen und/oder Methoden verstanden.

                                               

Marrismus

Der Marrismus ist eine vom russischen Archäologen und Linguisten Nikolai Jakowlewitsch Marr in den 1920er Jahren begründete sprachwissenschaftliche Theorie, die auf der Spiegelung ökonomischer Verhältnisse in der Linguistik beruht. Er wurde vor a ...

                                               

Ernst Wilhelm Middendorf

Ernst W. Middendorf war ein deutscher Arzt, Anthropologe und Reisender, der sich 25 Jahre in Peru aufhielt, indigene Sprachen erforschte und ein Wegbereiter der wissenschaftlichen Archäologie in Peru wurde.

                                               

Mikrofunktionsanalyse

Mikrofunktionsanalyse ist ein Begriff aus der sprachwissenschaftlichen Textanalysemethode, bei der von den sogenannten Mikrofunktionen ausgegangen wird. Eingeführt wurde diese Methode von Karin Vilar Sánchez.

                                               

Mikroprosodie

Die Mikroprosodie ist ein Teilbereich der Prosodie und beschäftigt sich mit der Analyse mikroskopischer Variationen in der Amplitude und der Frequenz eines Sprachsignals. Untersucht werden dabei hauptsächlich die aus der Übertragungstechnik bekan ...

                                               

Modalität (Sprachwissenschaft)

Modalität bezeichnet in der Sprachwissenschaft eine besondere Art von sprachlicher Bedeutung, die sich zum Beispiel mit Ausdrücken einstellt wie den Modalverben müssen, können, mit Adverbien wie möglicherweise, vielleicht, bestimmt und vielen and ...

                                               

Modifikator (Linguistik)

Ein Modifikator ist in der Linguistik ein sprachlicher Ausdruck, der nicht von einem übergeordneten Element regiert wird. Er ist in aller Regel eine freie Hinzufügung zu einem Sachverhalt, der unabhängig von dem Modifikator besteht. Es kann sich ...

                                               

Monem

Das Monem steht in der Terminologie des französischen Sprachwissenschaftlers André Martinet für die kleinste bedeutungstragende Einheit; es entspricht also dem, was nach etablierter sprachwissenschaftlicher Terminologie nach Eugene Nida als Morph ...

                                               

Morphogramm

Ein Morphogramm ist eine aus dem Griechischen abgeleitete Wortbildung, die in sehr verschiedenen Zusammenhängen zur Bezeichnung kleinster darstellender Einheiten verwendet wird. In der bildenden Kunst u. a. eine Begriffsbildung von Nicolaus Schmi ...

                                               

Morphologisches Priming

Als Morphologisches Priming werden Primingeffekte bezeichnet, die darin bestehen, dass die Aktivierung morphologischer Formen die Verarbeitung morphologisch mit diesen relatierter Formen primt. So würde beispielsweise die vorhergehende Aktivierun ...

                                               

Morphonologie

Die Morphonologie ist ein Teilgebiet der Sprachwissenschaft, im Speziellen der Theoretischen Linguistik, und ist als "Bindeglied" zwischen Phonologie und Morphologie zu verstehen. Sie untersucht den nach bestimmten Regeln ablaufenden Lautwechsel ...

                                               

Morphophonem

Morphophonem wurde als Begriff von Nikolai Sergejewitsch Trubetzkoy eingeführt, um den regelmäßigen Wechsel zwischen den Formen von Allomorphen darzustellen, die ein und dasselbe Morphem repräsentieren. Ein Beispiel für ein Morphophonem findet ma ...

                                               

Nasalität

Nasalität ist eine permanente und grundlegende Erscheinung des Sprechens. In der Phonetik wird unter diesem Begriff die Beteiligung des Nasenraumes bei der Bildung von Lauten verstanden.

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